Historischer Abriss

Der historische Leidensweg zum Kulturzentrum Obere Mühle

(Dübendorfs Mühlen mahlen oft sehr langsam)

1962 Gemeinde Dübendorf kauft Obere Mühle mit Umschwung für ca. 1,2 Mio Franken
Ideen: Heimatmuseum, Archive für historische Unterlagen, Saalbau

1967 Auftrag an Architekten Max Höhn für Bestandesaufnahme und Entwicklung von
Möglichkeiten für Verwendung

1969 Vorstand VVD, erstmalige Erwähnung der Idee Kultur- und Freizeitzentrum an der Glatt mit
Saal. Im Heimatbuch 1969 sind dazu Artikel von Rolf Keller, Alfred Gossweiler und VVD-
Präsident Willy Brügger zu lesen

1971 Planungsteam unter Leitung von Architekt Max H. Höhn junior liefert Grundlagen
mit Kostenvoranschlag von ca. 3 Mio Franken für Nutzung Obere Mühle
(siehe auch Heimatbuch von 1970)
- Saal mit Galerie, Foyer und Nebenräume
- Sitzungszimmer
- Räume für Verkehrs- und Verschönerungsverein
- Verbindungsbau mit Mühlenrad
- Alte Senfmühle
- Freizeitanlagen


1974 Umfrage von Arbeitsgruppe LdU zeigt, dass 75% der Dübendorfer Bevölkerung
einen Ort der Begegnung wünscht

1974 überparteiliche Aktion „Lebendiges Dübendorf„ erarbeitet Ideen für ein Begegnungs- und
Freizeitzentrum

1976 Die Arbeitsgruppe mit dem Namen „Freizeit – Jugend – Kultur stellt Konzept zu 
 einem Begegnungs- und Freizeitzentrum vor. Daraus wird vorerst nur das Jugend-
haus Storchengasse weiter verfolgt und später realisiert

1976 Interpellation von SP Gemeinderat Hermann Gehring zur Oberen Mühle

1976 Gutachten Architekt Pit Wyss mit Änderungsvorschlägen zum Projekt Höhn von

1971 und Reduktion Kostenvoranschlag auf 2,5 Mio Franken

1977 Motion Gemeinderat Peter Salvisberg, LdU, für Realisierung des Oberen Mühle Projekts
von Architekt Pit Wyss. Motion wurde später mit nur 1 Stimme Mehrheit abgelehnt

1978 Scheune südlich der Mühle brennt ab.
Als Ersatz wird ein Projekt an Architekt Dieter Knepper und Ingenieur Andreas Lutz in
Auftrag gegeben. Anstelle der abgebrannten Scheune soll ein Wohnhaus mit Gewerbe-
räumen und Chronistenstube für den VVD erstellt und ein Gestaltungsplan erstellt werden

1980 Planungsbüro Marti und Kast liefern Gestaltungsplan ab

1980 Architekt Dieter Knepper und Ingenieur Andreas Lutz liefern Projekt mit
Voranschlag von 1,23 Mio Franken ab

1981 Gemeinderat legt Gestaltungsplan fest, aber lehnt den Kredit von 1,23 Mio ab.
Auf dem Heimweg von der Ratssitzung platzt mir der Kragen und ich beschliesse
den Start einer Volks-Initiative

1982 Am 4. Juni lancierte ich mit Freunden der SP und der GEU die Initiative
„Obere Mühle“ für ein Kultur- und Begegnungszentrum mit Theatersaal

1983 28. Mai Gründungsversammlung Verein „Pro Kultur –und Freizeitzentrum Obere
Mühle“. Idee dahinter: Dem Image der „linken“ Initiative entgegen zu wirken.

80-iger Jahre Lindenhaus und Kulturwochen Dübendorf mit SP und GEU- und LdU-Personen
 zeigen klar den Bedarf nach einem Saal

1985 10. März, Initiative wird mit 3044 ja – gegen 1479 Nein-Stimmen klar angenommen

1986 im Dezember: Der Kredit zur Renovation Hauptgebäude Obere Mühle mit Senfmühle
von 4,6 Mio Franken als erste Etappe klar angenommen. Die Idee Alte Schmitte
als Wohnhaus mit Ortsmuseum wird zurück gestellt

1990 Mai: Eröffnung der Oberen Mühle als Kultur- und Freizeitzentrum

1991 22. Januar: Bericht Nutzungs- und Machbarkeitsstudie Alte Schmitte /
Ökonomiegebäude nach Plänen von Architekt Bob Gysin & Partner unter Stadtrat 
 Dr. Felix Zumbach mit Saaprojekt. Kostenschätzung 5,85 Mio Franken. Aus 
 finanziellen Gründen zurückgestellt.

1991 Die Stadt bewilligt einen jährlich wiederkehrenden Defizitbeitrag von Fr. 250’000
an den Betrieb der Oberen Mühle

1990 Die Alte Schmitte brennt unerwartet ab

1993 Areal Alte Schmitte wird im Baurecht an Private abgegeben und es entsteht ein
 Projekt im ursprünglichen holzverkleideten Baukörper

1994 16. Februar: Nun brennt auch das ursprünglich als Kleintheater vorgesehene
Ökonomiegbäude ab

1995 Der Stadtrat erklärt sich bereit, der Stiftung Obere Mühle das Gelände des
Ökonomiegbäudes im Baurecht für ein Saalprojekt abzutreten. Das erwartete
Versicherungsgeld blieb jedoch aus.

1997 7. Juni: Kredit von 15,85 Mio Franken für Projekt Stadtsaal beim Stadthaus wird 
mit 1344 Ja gegen 4556 Nein klar abgelehnt

1998 Idee Ruedi Walter-Huus mit Saal für 300 Personen mit einmaligem Kredit der Stadt
von 1,2 Mio und wiederkehrendem Kredit von 150’000 Franken wird am 7. Dez,
vom Gemeinderat abgelehnt und die Motion Vic Eugster abgeschrieben

2015 Die Obere Mühle feiert 25 Jahre Kulturbetrieb

2017 Der Gemeinderat bewilligt Planungskredit von Fr. 601'000 für Neubau Mehrzweckgebäude
Obere Mühle

2019 2. Dezember: Der Gemeinderat bewilligt zu Handen der Volksabstimmung einen
Kredit von CHF 8,5 Mio und wiederkehrende Betriebsbeiträge von CHF 485'000.
Das entspricht Fr. 17.00 pro Einwohner und Jahr. Und das sollen wir uns nicht mehr
leisten können?

2020 9. Februar Volksabstimmung über den Baukredit und die wiederkehrenden
Betriebsbeiträge


30.12.2019 Hans-Rudolf Baumberger